Yoga

Yoga direkt nach dem Aufstehen

Disclaimer: unbezahlte Werbung, Namensnennung

Seit mehr als sechs Jahren mache ich regelmäßig Yoga. Mir tut es unfassbar gut, da ich seit über 20 Jahren Rückenprobleme habe, die ich mit regelmäßigem Yoga gut in den Griff bekommen habe. Zudem wurde ich gelenkiger, beweglicher und da ich seit zwei Jahren einen eher sitzenden Job habe, vorher im Buchhandel war es ja ein durchgängig stehender, ist Yoga ein wunderbarer Ausgleich und eine tolle Stärkung.

Ich habe vor einiger Zeit angefangen morgens, direkt nach dem Aufstehen, für 12-15 Minuten Yoga zu machen. Natürlich hat das nicht die Intensität einer 45-60 Minuten Session, aber es lockert alles, stärkt den Rücken, dehnt den Körper und macht wach.

Ich mache meistens 4-5 Sonnengrüße, eine Hüftdehnung/-öffnung, gehe danach auf den Boden mit einer seitlichen Dehnung zur jeder Seite. Anschließend rolle ich auf den Rücken, mache ein paar mal eine Brücke, ein paar Sekunden Happy Baby und entspanne dann ein wenig im Krokodil. Es würde aber theoretisch schon reichen einfach einige Sonnengrüße hintereinander zu machen und ein wenig Entspannung am Ende.

Sonnengruß A

Der Sonnengruß ist eine feste Abfolge an Asanas, so heißen die Körperpositionen im Yoga. Jeder, der weiß, was ein Burpee ist, kennt im Grunde den Sonnengruß, denn es sind dieselben Positionen, nur nicht gesprungen wie beim Burpee. Man startet im Stand, Arme hängend, Hände seitlich an den Oberschenkeln liegend. Dann führt man die Arme in einem Kreis nach oben bis sich die Hände berühren, Blick geht nach oben zu den Händen und führt diese dann wieder in einer Kreisbewegung nach unten gekoppelt mit einer Vorbeuge, der Blick geht auf den Boden vor den Händen. Wer kann dessen Hände berühren den Boden bei durchgestreckten Beinen/Knien. Nach einer Streckung des Körpers nach vorne zusammen mit einem Blick nach vorne, setzt man die Hände zwischen die Füsse und bringt diese nacheinander nach hinten. Der Körper kommt so in eine Bretthaltung. Wer kann, macht eine Liegestütze und legt den Körper auf dem Boden ab, die anderen setzen erst die Knie ab und legen dann den Körper ab. Als nächstes hebt man den Oberkörper an, diese Asana heißt „Kobra“ und nimmt dann das Becken und den Hintern hoch und kommt in den herabschauenden Hund. Von dort läuft man mit den Füßen wieder nach vorne zwischen die Hände und macht eine zweite Vorbeuge, diesmal mit dem Blick zu den Knien. Dann wieder die Arme kreisförmig nach oben, wobei man auch wieder in die Senkrechte und die Ausgangsposition zum Stehen kommt. Das ist der Sonnengruß A. Diesen kann man sehr langsam und bedächtig ausführen um ausführlich alle Dehnungen zu spüren oder auch schneller um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Die „schnellste“ Variante wäre im Atemrhythmus, also einatmen=eine Asana und ausatmen=in die nächste Asana. Wenn man das 10 Mal macht, ist man ganz schön außer Atem und hat sämtlich Körperpartien bewegt und beansprucht. Morgens bevorzuge ich die langsame Variante zum aufwachen und durchbewegen.

Es war eine Überwindung morgens dafür 20 Minuten eher aufzustehen, da ich eh immer schon sehr früh aufstehen muss und eher selten vor 23:30 ins Bett komme. Aber es lohnt sich in jedem Fall! Meine Praxis war in den Wochen und Monaten davor oft nachmittags „hintenübergefallen“, sprich ich hatte dann doch nach der Arbeit was gegessen und gegen abend meist keine Lust mehr. Morgens fallen beide Sachen weg und es stimmt tatsächlich, was dir jeder Mental-Health-Trainer sagt: „Mach es einfach für einige Wochen und dann denkt man gar nicht mehr darüber nach. Es wird wie Zähne putzen, das macht man ja morgens auch immer automatisch.“.

Yoga macht was mit dir 😉

Yoga kann jeder, egal wie alt, unbeweglich, krank, dick oder dünn. Lasst euch nicht abschrecken von Bildern und Videos, in denen Yogis und Yoginis unfassbare Körperverbiegungen zur Schau stellen! Das sind Profis, die den ganzen Tag nichts anderes machen. Für den Otto-Normal-Mensch ist Yoga ein wunderbarer Weg seinen Körper, seinen Geist und seine Seele zu trainieren, zu formen und beruhigen. Ich empfehle gerne für Neulinge die Yoga-DvD „Yoga macht fröhlich“ von und mit Susanne Fröhlich. Sie hat drei Programme á 25 Minuten auf die DvD gepackt und vorallem das einfachste, der „Faule Hund“, ist wirklich von jedem machbar. Denkt immer daran: beim Yoga geht es nicht darum, wer der Beste ist, sondern darum Beweglichkeit und Kraft zu verbessern. Na gut, eigentlich geht es im einen neungliedrigen Pfad zur Erleuchtung, bei dem die körperliche Praxis, die Asanas, nur ein kleiner Teil ist. Aber hier im Westen nehmen sich die meisten Menschen nur diese Körperertüchtigung raus und praktizieren diese. Einige üben sich vielleicht noch in der Mediation, weil es ihnen gut tut. Und das ist das Wichtigste: macht Dinge, die euch gut tun! Es bringt nichts, wenn ihr euch zum Kopfstand zwingt, weil es cool aussieht, wenn ihr dabei Schmerzen habt oder davon welche bekommt. Genausowenig bringt es was, jeden Morgen joggen zu gehen, wenn man es hasst, nur weil jeder sagt, dass es gesund sei. Mir hilft Yoga extrem viel und natürlich freut ich mich auch, wenn ich in eine Dehnung tiefer rein komme oder Asanas zum ersten Mal klappen. Aber wirkliches Erfolgsdenken ist im Yoga falsch.

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